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Herzlich Willkommen auf der Internetseite der Clinica Veterinaria Cala Ratjada

Ihrer Kleintierpraxis für Haus- und Heimtiere von Tierarzt Dr.Jeanette Haug.
Das Wohl Ihres Tieres liegt uns sehr am Herzen. Deshalb legen wir besondern Wert auf persönliche und individuelle Betreuung.

Termine außerhalb unserer Sprechzeiten sowie Hausbesuche sind nach telefonischer Absprache möglich.
Für chirurgische Eingriffe, Narkosen, Zahnbehandlungen und spezielle Röntgenuntersuchungen bitten wir um Terminvereinbarung.  

Die Praxis ist im Nordosten der Insel Mallorca zwischen Cala Millor, Artà und Alcúdia gelegen.


Wichtige Innovation zur Bekämpfung der Leishmaniose

Informationen zur ersten impfung gegen Leishmaniose erhalten Sie in unserer Tierarztpraxis. Ab sofort erhältlich!!

Es ist wieder Leishmaniose-Zeit

Leishmaniose

Beim  Krankheitserreger der Leishmaniose, den Leishmanien, handelt es sich um kleine, einzellige Parasiten (Protozoen).

Vorkommen:

Bei unseren Haustieren kommt die Leishmaniose vor allem beim Hund vor, aber auch bei Katzen, Nagern, Rindern und Pferden sind Erkrankungen beschrieben.

Übertragung:

Die Übertragung der Leishmaniose auf den Endwirt (bsp. Hund) erfolgt beim Blutsaugeakt durch eine bestimmte Stechmückenart, der weiblichen Sandfliege (Phlebotomus). Die Sandfliege ist in der warmen Jahreszeit, zwischen April und November, aktiv. Sie versteckt sich tagsüber in dunklen Nischen und fliegt ab späten Nachmittag aus, mit der höchsten Aktivität am frühen Morgen zwischen 2 und 4 Uhr.


Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet der Sandfliege und somit auch der Leishmaniose umfasst vor allem die Tropen, aber auch den Mittelmeerraum, insbesondere Spanien, Frankreich und Italien, den mittleren Osten, Afrika, China und Indien.

Entwicklung der Leishmaniose:

1. In der Sandmücke entwickelt sich die „infektiöse Form“ der Leishmanien. Diese „infektiöse Form“ der Leishmanien wird dann beim Saugakt der weiblichen Sandfliege auf den Endwirt (bsp. Hund) übertragen.

 2. Im Endwirt (bsp. Hund) vermehren sich die Leishmanien in den Zellen des Abwehrsystems (weiße Blutkörperchen). Schließlich zerstören die Leishmanien die Zellmembran und gelangen so wiederum in den Organismus, um dann erneut Zellen des Abwehrsystems des Körpers und im weiteren Krankheitsverlauf auch Zellen der verschiedenen Organe zu befallen.

Symptome:

Die Leishmaniose kann sich sehr vielfältig darstellen. Man kann im Wesentlichen zwei Erkrankungsformen unterscheiden, die gleichzeitig oder aber auch nur einzeln auftreten können:

1. Hautform (cutane Leishmaniose)

 • symmetrischer Haarverlust und Schuppenbildung • Geschwüre der Haut, Knötchen- und Pustelbildung in der Haut • übermäßiger Verhornung der Haut • Pigmentverlust im Nasen-Maulbereich • Krallenverkrümmung und Nagelbettentzündung • Re- oder intermittierendes Fieber

2. Erkrankung inneren Organe (viszerale Leishmaniose)

 • Leber- und Darmentzündungen • Gelenks- und Muskelentzündungen • Blutgefäß- ;Nerven und Knochenmarksentzündungen • Nierenversagen • Störung der Blutgerinnung

Der Verlauf der Krankheit hängt im Wesentlichen von der Immunantwort des Endwirtes ab. Deshalb ist die Inkubationszeit (= Zeit zwischen der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome) auch sehr unterschiedlich und kann sich von einen Monat bis sieben Jahren erstrecken.

Pathogenese: Im Darm der mit Leishmanien (amastigote Form) infizierten Sandfliege findet zunächst eine starke Vermehrung statt, an die sich die Umwandlung in die promastigote Form anschließt. Diese „infektiösen“ Leishmanien wandern in den Stechrüssel des Insektes ein und werden dann beim nächsten Blutsaugeakt in die Haut des Endwirts übertragen. In der Haut des Endwirts werden sie von dendritischen Zellen und lokalen Makrophagen aufgenommen und vermehren sich im Zellinnern. Im Anschluss an diesen

Vermehrungszyklus zerstören die Leishmanien die Zellmembran und gelangen so wiederum in den Organismus, um dann erneut Zellen des Abwehrsystems des Körpers zu befallen. Dabei haben Leishmanien vor allem eine Affinität zu Zellen der Lymphknoten, des Knochenmarks, der Milz und der Leber. Der Verlauf der Krankheit hängt im Wesentlichen von der Immunantwort des Endwirtes ab. Deshalb ist die Inkubationszeit (= Zeit zwischen der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome) auch sehr unterschiedlich und kann sich von einen Monat bis sieben Jahren erstrecken. Resistente Tiere reagieren auf die Infektion mit einer zellvermittelten Immunantwort über T1-Helferzellen. Überwiegt jedoch eine Immunglobulin-vermittelte Immunantwort, werden die noch infektionsfähigen Erreger wiederum von Makrophagen aufgenommen und die Infektion breitet sich aus. Mit zunehmender Erkrankungsdauer wird diese Immunantwort immer unspezifischer. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Übermaß an zirkulierenden Antigen-Antikörper-Komplexen und schließlich zur Ausbildung von Symptomen wie der viszeralen Form der Leishmaniose oder aber auch zu Nierenversagen oder zum Tod. Neben dieser indirekten Schädigung mit ihren entsprechenden Folgeerscheinungen bewirkt der Parasit aber auch unmittelbare Schädigungen des betroffenen Organsystems, die sich in granulomatösen Entzündungen von Haut, Leber, Niere, Darm, Augen und Knochen äußern können.

Diagnose: Die einfachste Form der Diagnosestellung erfolgt mit Hilfe einer Blutuntersuchung zur Leishmanioseantikörperbestimmung. Daneben gibt es noch andere diagnostische Möglichkeiten wie dem direkten Parasitennachweis, Hautbiopsien oder Knochenmarksuntersuchungen auf Leishmanien, die aber nicht routinemäßig eingesetzt werden. Therapie: Die Behandlung der Leishmaniose beim Hund ist nur erfolgreich, wenn sie im Frühstadium einer Infektion erfolgt, am besten noch bevor klinisch sichtbare Symptome vorhanden sind. Denn eine frühe Behandlung verhindert normalerweise die Ausbildung klinischer Symptome der Krankheit und verlängert das Leben des Hundes. Deshalb ist es wichtig, den Hund einmal jährlich mit einem routinemäßig durchgeführten Bluttest auf Leishmanioseantikörper zu untersuchen.

Vorbeugung:

• Impfung gegen Leishmaniose

• Hunde sollten nachts im Haus bleiben (Reduktion der Sandfliegenstiche)

 • Ab März sollte der Hund ein spezielles Antisandfliegenhalsband (Scaliborhalsband) tragen oder mit Hilfe sogenannter Spot-on Präperate (Bsp: Advantix) geschützt werden.

• Jährlicher Leishmaniosetest, um eine frühzeitige Behandlung zu gewährleisten.

 

Können Menschen an Leishmaniose erkranken? Der Hund ist für die im Mittelmeerraum einheimische Leishmaniosespezies am empfänglichsten, während andere Spezies, einschließlich des Menschen eine recht gute Resistenz gegen die Infektion besitzen. Allerdings sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, verursacht durch Infektionskrankheiten, Organtransplantationen, Kortisongabe etc. empfänglich für eine Leishmanioseinfektion! Die direkte Infektion Hund-Mensch ist jedoch nicht möglich, die Infektion wird immer durch den Stich des Vektors vermittelt. Deshalb ist es äußerst wichtig, Sandfliegenstiche sowohl beim Menschen als auch beim Hund durch entsprechende Prophylaxemaßnahmen zu vermeiden (Mückenschutzsteckdosen, Lotionen, Behandlung eines positiv getesteten Hundes etc.).

<h1>Leishmaniose</h1>

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  10°°-12°° Uhr
Montag, Dienstag,
Donnerstag, Freitag:

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Mittwoch Nachmittag:

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