Liebe Tierfreunde,
wir haben uns sehr gefreut, dass wir viele von Ihnen bei unserer kleinen Weihnachtsfeier zu Gunsten der Strassentiere begrüssen konnten. Gemeinsam haben wir einen schönen Nachmittag verbracht. Dank Ihrer Mithilfe war die Tombola ein großer Erfolg, so dass wir uns im Neuen Jahr wieder an die Tierschutzarbeit machen können. Nochmal ein herzliches Dankeschön an die fleißigen Helfer und für die großzügigen Spenden.
Wir wünschen Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Neues Jahr.
Ihr Praxisteam Cala Ratjada
Autoaufkleber
zu Gunsten für Katzenkastrationen auf Mallorca.
Konturgeschnittener, wetterfester Pfoten-Autoaufkleber mit individuellem Namenseindruck.
Die Aufkleber sind in den Farben silber, weiss und schwarz erhältlich.
Größe der Pfote: ca. 15 x 12 cm
Kosten für Deutschland: 12 € incl. Porto
Kosten fürs Ausland: 14 € incl. Porto
Der gesamte Erlös fließt in die Kastrationen, da das Material gespendet wird.
Bestellung bitte über das Kontaktformular:
oder per Telefon: 0034- 971565076
Bitte bei der Bestellung Name, Adresse, Name des Hundes angeben und in welcher Farbe der Aufkleber sein soll.
Überweisung:
BBVA Straßentiere Jeanette Haug
IBAN Entidad oficina D.C. Numero de Cuenta
ES27 0182 1611 44 0201542452
BIC: BBVAESMM
Vermerk: Spende Kastration
Vielen Dank, an Birgit Ischner die die Autoaufkleber fertigt und vollkommen auf die Herstellungskosten verzichtet, zugunsten für Kastrationen.
Am 04.09.2010 fand das 2. Tierschutzfest der Tierarztpraxis Cala Ratjada statt. Ziel des Festes war es mit Hilfe der gesammelten Einnahmen eine erneute Kastrationsaktion der Straßenkatzen in und um Cala Ratjada im Herbst 2010 zu finanzieren.
Dank der Unterstützung zahlreicher Restaurants, Geschäfte und Privatpersonen konnte auch dieses Jahr wieder eine große Tombola mit Preisen im Wert von 3000,-€ zu Gunsten der Straßentiere veranstaltet werden. So gab es beispielsweise Essensgutscheine für fast alle Restaurants, sowie Einkaufsgutscheine verschiedener Geschäfte in Cala Ratjada zu gewinnen. Zusätzlich konnte man es zahlreiche Preise wie Konzertkarten für Andrea Bocelli und Elton John gesponsert von DrogerieMarkt Müller, ein Fotoshooting von Lena Laabsch, eine Festina Uhr von Katja Juwelieren und einen Bikini vom Beachhouse sowie Bekleidung und Schmuck von Store und more gewinnen. Auch Prominente wie Helmut Bohlen oder Reinhard Fendrich, der handsignierte CDs für die Tombola zur Verfügung stellte, und Sonja Zietlow, die Sachpreise Ihres Vereines Beschützerinstinkte zusendete, unterstützen unser Anliegen. Neben der Tombola lockten auch verschiedene kulinarische Leckereien zahlreiche Besucher zum Feiern und Verweilen ein, während Bernd Speier dem Fest einen klangvollen musikalischen Rahmen verlieh.
Dank der zahlreichen Helfer und der vielen Besucher war auch das 2. Tierschutzpraxisfest ein voller Erfolg, so dass das Tierarztpraxisteam Cala Ratjada gemeinsam mit befreundeten Tierschützern ab Oktober eine neue Kastrationsaktion starten können. Auch im Namen der Tiere bedanken wir uns bei allen Sponsoren und Tierfreunden, die unser Anliegen unterstützt haben.
Treffen der glänzenden Augen
Bericht von Tierärztin Dr. Jeanette Haug und Stefan Förster
Clinica Veterinaria, Cala Ratjada, Mallorca
Am Mittwoch, den 11. August 2010 war es soweit. Eine kleine Gruppe behinderter und nichtbehinderter junger Erwachsener der Offenen Behinderten Arbeit München unter der Leitung der engagierten Betreuerin Judith Fritzsche hatten sich während ihres Mallorca-Aufenthalts zu einem Besuch angekündigt.
Gemeinsam stand der Besuch des Tierheims, dem Refugio de Animales von Josefina Vivancos in Pollenca bevor. In spannender Erwartung hatten wir uns am verabredeten Treffpunkt eingefunden und uns gemeinsam auf den Weg ins Tierheim gemacht.
Dort angekommen wurden wir von einer kleinen Meute in freudiger Erwartung bellender Hunde und von Josefina herzlich in Empfang genommen. Kaum waren wir aus den Autos ausgestiegen, hatten wir auch schon die ersten Tiere in den Armen und so manch einem wischte eine feucht-warme Zunge übers Gesicht…
Sofort war das Eis auf beiden Seiten gebrochen und die Freude einander kennenzulernen war sehr groß. Josefina begann mit einer Führung durchs Tierheim und stellte uns die einzelnen Vierbeiner mit ihren teils sehr traurigen Geschichten vor. Immer wieder unterbrachen wir den Rundgang, weil eine Hundenase uns besonders intensiv anstupste und um Streicheleinheiten bat, oder weil uns ein Tierschicksal besonders berührte. Und immer wieder stand die Frage im Raum, warum Menschen so wenig Fürsorge und Verantwortung für Ihnen anvertraute Lebewesen zeigen. Als Josefina uns dann einen kleinen Vierbeiner vorstellte, der mehrere Tage ohne Fressen und Wasser an dem Platz ausharrte, an dem er ausgesetzt worden war und auf die Rückkehr seines Herrchens wartete, musste so mancher von uns einen dicken Klos im Hals runterschlucken. Aber die Vierbeiner schafften es immer wieder uns mit ihrem freundlichen Gemüt aufzuheitern. Vor allem die Welpen, die uns zwischen den Beinen herumtollten oder sich in unsere Arme schmiegten, sorgten für viel Belustigung und Freude.
Nachdem wir auch noch die Katzenvolieren besucht hatten, nahmen wir gerne die Einladung von Josefina zu einer gemeinsamen Erfrischung an. So konnten wir, umringt von den miteinander spielenden Hunden, die erlebten Eindrücke noch einmal miteinander teilen. Die Gesichter der Menschen strahlten dabei mit den glänzenden Hundeaugen um die Wette.
Als es schließlich Abschied nehmen hieß, bedankte sich die Gruppe von Frau Fritzsche mit einer großzügigen Spende bei Josefina und wir alle verließen das Refugio mit dem guten Gefühl, das besondere Hunde und besondere Menschen heute einen besonderen Nachmittag miteinander verlebt haben.
Vielen Dank für diesen schönen Nachmittag sagen
Jeanette Haug und Stefan Förster
Straßenkatzen Mallorca
Jedem von uns sind sicherlich schon einmal einige der ausgemergelten Katzen, die am Strand, an den Mülleimern und in der Umgebung von Hotels oder Restaurants umherstreunen, aufgefallen. Manche sind scheu und misstrauisch, andere lassen sich berühren und sind dankbar für ein paar liebevolle Streicheleinheiten. Manche ringen verzweifelt mit ihrer Angst, dem Menschen nahezukommen, andere sind geradezu selbstbewusst und betteln penetrant. Und dann kann es passieren, dass uns eines der Tiere, ohne dass wir das gewollt haben, wegen eines kleinen Leckerbissens, den wir gedankenlos dem Streuner zugeworfen haben, von diesem adoptiert und somit treuherzig und ergeben verfolgt werden.
Häufig sind Urlauber von diesem tierischen Elend sehr betroffen und fühlen sich angesichts der Masse der streunenden Tiere hilflos und überfordert. Sie beginnen die Tiere anzufüttern und glauben sie könnten das Leid so lindern. Aber die Streuner verstehen nicht, dass es keine Streicheleinheiten und Leckereien mehr gibt, sobald der Urlaub vorbei ist. Sie erscheinen an jedem Tag um die gleiche Zeit wieder an den Hotels, Restaurants und Stränden und warten auf Futter und freundliche Worte. Sie verstehen nicht, dass sie plötzlich als Belästigung empfunden werden und betteln immer penetranter. Schließlich wird versucht die Tiere zu vertreiben oder aber sich ihrer dauerhaft zu „entledigen“.
Dieser Kreislauf kann nur durchbrochen werden, wenn verhindert wird, dass sich die Tiere weiterhin unkontrolliert vermehren. Aus diesem Grund führen wir in unserer Praxis regelmäßig Kastrationsaktionen durch. Durch die Mithilfe zahlreicher Tierfreunde, die sowohl durch großzügige Spenden als auch durch aktiven Einsatz unser Anliegen unterstützen, können wir Straßenkatzen kastrieren und medizinisch betreuen. Konkret bedeutet das, dass die Katzen nicht nur operiert werden, sondern zusätzlich Wurm-, Floh- und Zeckenbehandlungen erhalten. Daneben wird der allgemeine Gesundheitsstatus der Tiere überprüft und wenn notwendig weitere Untersuchungen wie Bluttests, Röntgenbilder oder Ultraschall durchgeführt. Otitisbehandlungen, Kontrolle und gegebenenfalls die Sanierung der Maulhöhle werden ebenso vorgenommen, wie Abszessspaltungen oder Wundbehandlungen. Kastrierte Tiere erhalten zur Kennzeichnung eine dreieckige Ohrmarke, damit sie bei folgenden Kastrationsaktionen nicht erneut eingefangen werden.
Prozessionsspinner
Gegen Ende des Sommers legt das Weibchen seine verkapselten Eier in den Nadeln von Kiefernbäumen ab. Nach ca. vier Wochen entwickeln sich aus den Eiern die Raupen. Nach fünf weiteren Entwicklungsphasen werden die, wie Wattebäusche aussehenden Nester gebaut, in denen sich bis zu 200 Raupen befinden. Kommt es im Frühjahr zum Temperaturanstieg- auf Mallorca meistens zwischen Februar und April- leitet dieser biologische Reiz die Phase der Verpuppung ein, die in der Erde stattfindet. Die Raupen verlassen deshalb ihre Nester und machen sich auf den Weg unter die Erde. Diese sogenannten „Prozessionen“, in denen bis zu 200 Tiere hintereinander zu einer geeigneten Stelle auf dem Boden wandern, haben dem Insekt den Namen gegeben.
In den Haarchen, die den Körper der Prozessionsspinner überziehen, ist ein Kontaktgift enthalten (Thaumatopein), welches bei Berührung mit der Haut oder Schleimhaut eine heftige allergische Reaktion hervorruft. Die Raupen sind außerdem in der Lage bei Gefahr diese Haarchen abzuwerfen, die sofort brechen und ihr Gift abgeben. Dieser Umstand erklärt auch die Tatsache, dass es zu allergischen Reaktionen kommen kann, ohne dass man bewusst Kontakt mit den Prozessionsspinnern hatte. So können überall in der Nähe von Kieferwäldchen Raupenhäarchen verweht werden, die zu allergischen Reaktionen bei Mensch und Tier führen können.
An der Kontaktstelle entstehen brennende und juckende Schwellungen, die beim Menschen meistens die Haut, seltener die Hornhaut, betreffen. Bei Katzen kann der ganze Kopf einbezogen sein, da die Tiere die Haare beim Putzen oft über das ganze Gesicht verteilen, während beim Hund die Berührung in der Regel in der Maulhöhle oder im Lefzenbereich stattfindet. Die Symptome variieren dabei in Abhängigkeit von Dauer und Intensität des Kontaktes mit dem Gift. Innerhalb einer Stunde können schwerwiegende, schmerzhafte Schwellungen, insbesondere der Zunge auftreten. Die Tiere speicheln, in schwerwiegenden Fällen können außerdem Fieber, Atemnot und Krämpfe auftreten. Das entzündete Gewebe, vor allem an Lefze und Zunge, stirbt häufig innerhalb der folgenden Tage und Wochen ab, so dass die Tiere ganze Haut und Zungenteile verlieren können. Deshalb sollte eine tierärztliche Behandlung möglichst rasch erfolgen, um diese dramatischen Folgen zu verhindern. Raupenhaare müssen außerdem so schnell wie möglich mit warmem (!) Wasser abgespült werden (keinesfalls einreiben!).Unbehandelt kann eine solche starke allergische Reaktion zum Tode des Tieres führen.
Vorbeugend sollte man Kiefernwälder, sowie Spaziergänge bei windigem Wetter im Umkreis von befallenen Kiefern im Frühjahr meiden. Außerdem sollte man ohne entsprechende Schutzkleidung keine Raupenprozession stören oder entfernen. Informationen zur Bekämpfung der Insekten enthalten sie außerdem auf dem Rathaus bei der Abteilung medio ambiente.
Rückblick auf das Praxisfest vom 5. September 2009
Die rege Unterstützung und Teilnahme an unserem Praxisfest war für uns ein sehr bewegendes Erlebnis. Stellvertretend für die großzügigen Sach-, Geld- und Gutscheinspenden möchten wir uns deshalb noch einmal bei Sylvia und Michael von store und more, Max und Jacky vom CasaNova sowie bei Frau Angela Hübsch vom Beachhouse bedanken. Ohne die aktive Unterstützung vieler unserer Praxiskunden und Freunden wäre die Durchführung des Festes unmöglich gewesen. Euch allen ein herzliches Dankeschön für die Mithilfe. Auch die zahlreichen Kuchen- und Kaffeespenden waren uns eine große Unterstützung. Erwähnenswert ist außerdem die großzügige Beteiligung unserer Futtermittel- und Pharmalieferanten. Insgesamt war es schön, dass Sie alle durch Ihre Teilnahme und Mithilfe zum Gelingen unserer Spendenaktion beigetragen haben.
Wir haben bereits im September mit Kastrationen in und um Cala Ratjada begonnen. Bis Mitte Oktober konnten wir Dank Ihrer Unterstützung 60 Straßenkatzen kastrieren und medizinisch versorgen. In den Monaten Oktober und November sind nun weitere Kastrationsaktionen mit den Schwerpunkten Cala Gat in Cala Ratjada, Eroski in Capdepera, sowie verschiedene Futterstellen in Font de Sa Cala geplant. Zu diesem Zweck haben wir an einigen Futterstellen Hinweisschilder aufgestellt, in denen wir Sie bitten den Tieren im Moment kein Futter zur Verfügung zu stellen. Die Katzen gehen nicht in die aufgestellten Fallen, wenn ihnen andere Futterquellen zur Verfügung stehen. Bitte haben Sie Verständnis für diese Maßnahme.
Zusätzlich suchen wir für einige Jungtiere neue Besitzer. Die Tiere sind medizinisch versorgt und haben bereits die ersten Impfungen erhalten. Sollten Sie die Möglichkeit haben eines der Kätzchen adoptieren zu können, freuen wir uns, wenn wir Ihnen einige unserer „Sorgenfelle“ vorstellen dürfen.























