clinica verterinaria
Hilfe für Strassenkatzen auf Mallorca

Jedes Jahr werden wir im Rahmen unserer Arbeit in der Tierarztpraxis in Cala Ratjada sowie in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Tierschützern und Tierschutzorganisationen mit unzähligen jungen Kätzchen oder herrenlosen, zahmen Streunerkatzen konfrontiert. Die Zahl der bedürftigen Tiere übersteigt dabei bei Weitem die finanziellen und menschlichen Ressourcen, wobei die Dunkelziffer der nicht abgegeben Tiere noch weitaus größer sein dürfte als das sichtbare Elend.
Häufig sind auch Urlauber von diesem tierischen Elend sehr betroffen und fühlen sich angesichts der Masse der streunenden Tiere hilflos und überfordert. Sie beginnen die Tiere anzufüttern und glauben sie könnten das Leid so lindern. Durch das Füttern der Katzen in den Sommermonaten tragen die Urlauber jedoch ungewollt zur Vermehrung der Tiere bei. Denn Katzen sind enorm fruchtbar und können unter günstigen Bedingungen 2 bis 3 Würfe mit durchschnittlich 3 Welpen pro Jahr aufziehen. Da sich die Jungtiere ebenfalls nach 5-6 Monaten wieder geschlechtsreif werden können, entsteht eine kaum zu kontrollierende Populationspyramide.
Am Ende der Touristensaison verstehen die Streuner außerdem nicht, dass es nun keine Streicheleinheiten und Leckereien mehr gibt. Sie erscheinen an jedem Tag um die gleiche Zeit wieder an den Hotels, Restaurants und Stränden und warten auf Futter und freundliche Worte. Sie verstehen nicht, dass sie plötzlich als Belästigung empfunden werden und betteln immer penetranter. Schließlich wird versucht die Tiere zu vertreiben oder aber sich ihrer dauerhaft zu „entledigen“.
Um das Problem der wachsenden Straßenkatzenkolonien an der Wurzel bekämpfen zu können und somit auch das Tierelend erfolgreich vermindern zu können, sind folglich Kastrationen unerlässlich. Deshalb führen wir in unserer Praxis in Zusammenarbeit mit zahlreichen Tierfreunden regelmäßig Kastrationsaktionen von Straßenkatzen durch. Konkret bedeutet das, dass die Katzen nicht nur operiert werden, sondern zusätzlich Wurm-, Floh- und Zeckenbehandlungen erhalten. Daneben wird der allgemeine Gesundheitsstatus der Tiere überprüft und wenn notwendig werden weitere Untersuchungen wie Bluttests, Röntgenbilder oder Ultraschall durchgeführt.  Otitisbehandlungen, Kontrolle und gegebenenfalls die Sanierung der Maulhöhle werden ebenso vorgenommen, wie Abszessspaltungen oder Wundbehandlungen. Kastrierte Tiere erhalten zur Kennzeichnung eine dreieckige Ohrmarke, damit sie bei folgenden Kastrationsaktionen nicht erneut eingefangen werden. Daneben versuchen wir Jungtiere einzufangen und wenn möglich an Besitzer zu vermitteln.
Wenn Sie den Tieren helfen möchten, bitten wir Sie deshalb unsere Arbeit mit Futter- oder Geldspenden oder gerne auch durch Ihre aktive Mithilfe vor Ort zu unterstützen. Weitere Informationen erhalten Sie bei uns in der Tierarztpraxis.


Spendenkonto Tierhilfe:

IBAN   Entidad  oficina  D.C.  Numero de cuenta
ES 27  0182      1611    44     0201542452


BIC: BBVAESMM

Informationen zur Adoption von Straßenkatzen

Wie in allen südlichen Urlaubsgebieten, so sieht sich auch der reisende Tierfreund auf der Insel Mallorca mit streunenden Katzen konfrontiert, die teilweise in elendem Zustand, vor Hotels, Restaurants und an Mülleimern um Futter betteln. Und nicht selten möchte so mancher Tourist ein schnurrendes Urlaubssouvenir mit nach Hause mitnehmen. Dabei gilt es jedoch einige Punkte zu beachten:
Auch wenn einen das Tierelend noch so sehr betroffen macht, so gilt es eine Katzenadoption gründlich zu überdenken. Denn Mitleid allein ist keine ausreichende Vorraussetzung. Es gilt dabei die eigene Lebenssituation ebenso zu überdenken als auch den individuellen Katzencharakter zu berücksichtigen. Für sehr scheue Katzen beispielsweise, die es seit Jahren gewohnt sind, sich alleine auf der Straße durchzuschlagen und die kein Vertrauen zum Menschen haben und sich nicht anfassen lassen, ist das Leben in einer kleinen Wohnung nicht tiergerecht. Deshalb versuchen Tierschützer statt Adoption durch Kastration die Katzenpopulation einzudämmen. Wenn man wirklich eine Katze adoptieren möchte, sollte man stattdessen an eine zahme (Jung)katze denken.
Schließlich gilt es auch medizinische und rechtliche Aspekte (siehe unter Einreisebedingunen) bei einer Adoption einer Streunerkatze zu berücksichtigen.
Häufig tragen Straßenkatzen verschiedene Krankheitserreger in sich, die durch den Transport- und Umstellungsstress zum Ausbruch kommen können. So stellen beispielsweise verschiedene Hautpilze keine lebensbedrohlichen Erkrankungen dar, können jedoch sehr lästig und schwierig zu behandeln sein. Bestimmte Blutparasiten, wie die Hämobartonellose, können zu einer schweren Erkrankung führen, die sich primär durch eine Anämie äußert. Und nicht zuletzt gibt es Viruskrankheiten wie FIV, FIP und FeLV, die sowohl der Katze als auch dem Besitzer das Leben schwer machen können. Deshalb sollte man vor der Adoption die Katzen vom Tierarzt untersuchen, auf FeLV und FIV testen (auch wenn ein negatives Testergebnis keine 100%ige Sicherheit bietet) und gegen Parasiten behandeln lassen. Die Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sollte obligatorisch sein, die Tollwutimpfung ist zur Einfuhr Pflicht.
Vor allem bei Kätzchen unter 12 Wochen kommt es immer wieder zu Impfdurchbrüchen. Die Tiere, die bis dahin absolut munter und gesund wirkten, erkranken nach der Impfung schwer oder sterben sogar. Besonders gefährlich ist dabei der auf Mallorca weit verbreitete Erreger der Katzenseuche (das Parvovirus). Aus diesem Grund sollten Sie nach Möglichkeit kein Kätzchen aufnehmen, dass nicht vollständig (zweimal im Abstand von ca. vier Wochen) gegen Katzenseuche geimpft wurde.

Sprechzeiten

Montag - Samstag:       
  10°°-12°° Uhr
Montag, Dienstag,
Donnerstag, Freitag:

  16°°-19°° Uhr     

Mittwoch Nachmittag:

geschlossen
       
und nach Vereinbarung

Telefon: 971 56 50 76

Notfall:  670 36 92 62
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